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09.12.2015

Worauf es im Leben ankommt

Wertevermittlung stand gestern auf dem Stundenplan der Zehnt- beziehungsweise Elftklässler der Technischen Schulen Steinfurt, der Realschule Burgsteinfurt sowie der Sekundarschule Horstmar/Schöppingen. An sich nichts Ungewöhnliches. Und dennoch war der Unterricht anders als sonst. Die Schüler folgtem einem Vortrag von Andreas Niedrig, einer der weltbesten Triathleten über die Ironman-Distanz.

Mit den Hochs und den Tiefs im Leben umzugehen wissen, mit all seinen Unwägbarkeiten klarzukommen und, wenn das Scheitern unabwendbar ist, dies auch als Chance für einen Neuanfang zu begreifen – Wertevermittlung hat gestern auf dem Stundenplan der Zehnt- beziehungsweise Elftklässler der Technischen Schulen Steinfurt, der Realschule Burgsteinfurt sowie der Sekundarschule Horstmar/Schöppingen gestanden. Mal nicht in der Schule selbst und auch nicht mit den gewohnten Lehrern. Mit Andreas Niedrig steht ein Mensch, ein Sportler, im Martin-Luther-Haus vor den rund 350 Schülern, der besagte Höhen und Tiefen in drastischer Ausprägung durchlebt hat. Er versteht es, die Jugendlichen in seinen Bann zu ziehen. Diese sind auf Einladung einer Krankenkasse, für die der Triathlet seit einigen Jahren tätig ist, ins MLH gekommen.

Mit Anfang 20 schon war Niedrig, gezeichnet von jahrelangem Alkohol- und Drogenkonsum, seelisch und körperlich so am Ende, dass er sich fast das Leben genommen hätte. Doch er schaffte es, seine tiefe Lebenskrise zu bewältigen, startete eine einzigartige Sportkarriere. Heute zählt er mit seinen 48 Jahren immer noch zu den Weltbesten des Triathlons in Ironman-Distanz. „Im Sommer habe ich beim Ironman in Kopenhagen den dritten Platz belegt – und das mit 47 Jahren“, erzählt der Oer-Erkenschwicker nicht ohne Stolz.

Seine Botschaft an die Heranwachsenden: „Du kannst alles schaffen, wenn Du willst. Du musst es nur tun!“

Das er selbst das beste Beispiel für diesen Leitsatz ist, zeigt sein eigenes Leben. Mehr Authentizität geht nicht. Das Sprachrohr, dessen er sich dabei bedient, ist der Sport. Auch seinen 17-jährigen Sohn bringt er ins Spiel – und schlägt so eine Brücke zu den ungefähr im gleichen Alter befindlichen Jugendlichen.

Im Sport, so führt Niedrig aus, geht es wie im richtigen Leben auch darum, sich Ziele zu setzen. Wenn ich weiß, wohin es gehen soll, gibt das Orientierung und Motivation. Und Letzteres, so der „Eisenmann“, kann man lernen. Niedrig zeigt Bücher über erfolgreiche Menschen. Menschen, „an denen ich mich hochziehe, wenn es mal mit der Motivation mangelt“. Rennfahrer Bernd Rosemeyer gehört dazu, aber auch Apple-Gründer Steve Jobs oder Nelson Mandela, der große Kämpfer gegen Unterdrückung. Sie zeigten, was möglich ist, „wenn man seinen Weg geht und an sich glaubt“.

Dass es Misserfolge geben kann, gehöre im Leben dazu, macht der Referent seinen jungen Zuhörern deutlich. Im Laufe seines Lebens habe er gelernt, mit Niederlagen umzugehen. Was nicht bedeute, „dass mir dieser Rückschlag nicht weh getan hat“. Für ihn sei es das Wichtigste, sich in so einer Situation vor Augen zu führen, dass man nicht allein ist mit seinem Scheitern und das es der Beginn von etwas Neuem sein kann.

Starke Worte, die die Jugendlichen zum Nachdenken bringen. Genau das hatte sich der Triathlet und Motivator vorgenommen. Ziel erreicht.

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