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26.11.2015

Mit viel Witz auf Platz eins

Jurymitglieder: Sabrina Wolbeck, Wilhelm Münch, Maximilian Zurholt, Eric Leuermann - Klassensiegerinnen: Vera Brünken (6d), Greta Wernsman (6c), Lucie Nacke (6b), Emma Zörner (6a) - Deutschlehrerinnen: Samantha Hanke, Linda Wilkskamp, Beate Seegers-Apolte zuständig für Getränke: Alisa Deiters und Celine Laurenz

Vor Vera Brünken bildet sich eine lange Schlange von Mitschülern. Alle wollen sie drücken, wollen ihr zum Sieg beim Vorlesewettbewerb der Sekundarschule gratulieren. Die Sechstklässlerin hat sich am Mittwoch gegen Emma Zörner, Lucie Nacke und Greta Wernsmann durchgesetzt und darf nun die Schule auf Kreisebene vertreten.

Die anderen drei Mädchen sind von der vierköpfigen Jury alle auf Platz zwei gesetzt worden. Verlierer gibt es nicht. Die drei Zweitplatzierten hatten zuvor die Vorlesewettbewerbe in ihren Klassen gewonnen. „Das war wirklich ganz eng“, sagte Schülersprecher Maximilian Zurholt, der mit in der Jury saß.

Drei Minuten liest Vera Brünken aus Alice Pantermüllers „Mein Lotta-Leben – Alles voller Kaninchen“ in der voll besetzten Aula vor. Das hat sie sich ausgesucht, „weil das sehr lustig ist“, sagt sie, während ihre Klassenkameradinnen von allen Seiten kommen und sie herzen. So einfach war das mit dem Siegen aber nicht. Als sich Vera Brünken an den Tisch setzt, vor sich das Mikrofon, schüttelt sie zaghaft mit dem Kopf: Nein, sie will kein frisches Glas Wasser. Das bekommen alle Vorleserinnen vor ihrem großen Auftritt auf den kleinen Tisch gestellt.

Wie die drei Mädchen vor ihr nennt auch Vera Brünken den Titel des Buches, die Autorin und den Verlag. Doch sie trägt ihre kurze Einleitung frei vor, ohne vom Blatt abzulesen. Vielleicht gab das den Ausschlag zu ihren Gunsten.

Ganz still ist es, als sie vorliest. Vera Brünken hat sich eine Textpassage ausgesucht, in der die Hauptfigur Lotta gerade in die fünfte Klasse gewechselt ist. Ihre neue Lehrerin heißt Gisela Kackert. Wer einen Witz über ihren Namen macht, wird bestraft. Alle Schüler sind ganz ruhig, nur Lottas allerbeste Freundin Cheyenne nicht. „Gisela kackert auf Klo“, sagt sie vorlaut und muss prompt nachsitzen.

Es ist der einzige Augenblick, in dem die jungen Zuhörer nicht aufmerksam lauschen, sondern lachen. Dabei wird deutlich: Lesen kann Spaß machen. Und diese Erkenntnis ist ein Ziel des Vorlesewettbewerbs.

Von Rupert Joemann

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