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03.11.2015

Für Sekundarschüler wird Vergangenheit spürbar

Die Tücken einer Busfahrt für Senioren demonstrieren die Mädchen und Jungen mit einem kleinen Theaterspiel. Foto: Sabine Sitte

Schöppingen/Horstmar - Zwölf Schüler der Sekundarschule Horstmar/Schöppingen haben in einem Generationenprojekt mit dem Gertrudis-Haus in Horstmar den Blick für Senioren geschärft. Kommunikation ist dabei der Schlüssel.

„Alt trifft Jung“ – im Generationenprojekt des freien Teams „Bildung aller Sinne“ haben sich Bewohner des Horstmarer Gertrudis-Hauses mit zwölf Jugendlichen der Sekundarschule getroffen und an zwei Samstagen näher kennengelernt.

Ziel der Aktion ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Gegenüber zu erfragen und sensibler im Umgang miteinander zu werden. Gleichfalls im Fokus: die mögliche Eignung für Sozial- und Pflegeberufe. Die Gelsenwasser-Stiftung finanziert das bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt.

Annäherung der Generationen in kleinen Schritten

Die Annäherung geschieht in kleinen Schritten. Petra Lemke, Diplom-Sozialpädagogin, und ihr Kollege Mike Becker führen die 13- und 14-Jährigen behutsam in das Thema ein. Auf Karteikarten formulieren die Achtklässler Fragen, die sie im Gespräch mit den Senioren stellen können: „Welchen Beruf haben Sie erlernt?“ oder „Wo lebten Sie früher?“

Kommunikation als Schlüssel der ersten Begegnung und im täglichen Leben. Was aber, wenn die Sinne wie Hören und Sehen eingeschränkt sind und Kontakte erschweren? Wie bedeutend sind Mobilität, Sicherheit und Sinnfindung für Alt und Jung? Lemkes selbst entwickeltes Konzept baut auf Gruppenarbeit und soziale Interaktion. In theaterpädagogischen Standbildern stellen die Jugendlichen Situationen des Alltags nach. Das Publikum assoziiert zur eigenen Biografie und fördert oft emotionale Geschichten zu Tage. Vergangenheit wird spürbarer gemacht.

Junge Menschen für Senioren sensibilisieren

„Dieses Projekt sensibilisiert die jungen Leute, Senioren zukünftig anders wahrzunehmen“, sagt Petra Lemke. Oft entstünden aus dieser Aktion auch Freundschaften zwischen Heimbewohnern und Schülern oder die Bewerbung für ein Praktikum. Studien- und Berufswahlkoordinator Andreas Heilborn von der Sekundarschule weiß: „Schlüsselkompetenzen wie Zuhören und Zuverlässigkeit brauchen die Schüler in jedem Beruf.“ Das Projekt lehrt fürs Leben.

Von Sabine Sitte

Westfälische Nachrichten, 03. November 2015

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