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03.06.2015

Pausenkaffee als fairer Muntermacher - Sekundarschule will Fairtrade-School werden

Den unterschriebenen Fairtrade-Kompass in den Händen: Marina Grabo (links) inmitten ihres Schulkiosk-Teams. Foto: Sabine Sitte

Schöppingen - Unspektakulär im Auftakt und doch besonders nachhaltig: Die Sekundarschule hat am Montagnachmittag in kleiner Runde ein großes Projekt in Angriff genommen. Auf dem Weg zu einer anerkannten Fairtrade-Schule gründete ein Gremium aus 20 Schülern, Lehrern, Eltern und Gemeindevertretern das Fairtrade-Schulteam.

„Stellt euch das mal vor“, bittet eine Stimme in einem kurzen Film zur Präsentation: „Ihr könnt in der Schule sitzen und von da die Welt verändern. Setzt ein Zeichen!“ Fair Trade – mit dem Engagement für einen fairen Handel werden Produzenten in sogenannten Entwicklungsländern unterstützt: Bauern und andere Anbieter erhalten einen anständigen Preis für ihre Waren. Das ermöglicht ihnen eine verbesserte Lebensqualität. Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet zertifizierte Produkte. Für die Verbraucher ist das blau-grüne Symbol ein Versprechen: Mit dem Kauf leisten sie einen Beitrag für eine bessere Welt.

„Wir unterstützen als Schule bereits soziale Projekte wie die Kumi-Freunde in Afrika“, sagt Marina Grabo, Leiterin des Schul-Kiosks. „Gesunde Ernährung ist ebenfalls fester Bestandteil unseres Schulprogramms.“ Daraus sei in Gesprächen mit Michael Finke, Projektleiter „Gesunde Schule“, die Idee für die Fairtrade-Schule entstanden. „Damit fügen wir bereits bestehende Angebote wie Puzzleteile zusammen“, so Grabo. Nachhaltigkeit stünde im Fokus.

Die Kampagne „Fairtrade-Schools“ in NRW steht unter der Schirmherrschaft Sylvia Löhrmanns, stellvertretende Ministerpräsidentin. Fünf Kriterien müssen erfüllt werden, um die begehrte Auszeichnung zur Fairtrade-Schule in den Händen halten zu können: Die Gründung eines Schulteams und ein Fairtrade-Kompass sind die ersten Voraussetzungen auf dem Weg. Der Kompass benennt die angestrebten Ziele des Projektes und trägt die schwungvolle Unterschrift des Rektors Hubertus Drude. „Ja, das machen wir“, sei sein knapper Kommentar gewesen, als sie ihm die Idee vorschlug, weiß Marina Grabo.

Nun sitzen Drude, Bürgermeister Josef Niehoff und Gemeindevertreter Franz-Josef Gausling gemeinsam mit dem Team des Schul-Kiosks am Tisch. Auch die Horstmarer Ratsfrau Petra Sommer ist der Einladung gern gefolgt. Denn: „Horstmar möchte Fairtrade-Stadt werden. Da bietet sich eine Zusammenarbeit prima an“, sagt sie. Parallel unterstützt sie als Mutter das Fairtrade-Schulteam. Tochter Sophia besucht die Sekundarschule.

Ernährungsexpertin Stefanie Brunstering hat bereits konkret beraten können: Zukünftig sollen Fairtrade-Produkte auch im Schul-Kiosk angeboten werden. Das ist Teil der Auflagen. Nach langer Überlegung ist die Wahl auf Bio-Gebäck gefallen. „Auch Süßes gehört zum Leben“, sagt Brunstering. Drei leckere Sorten sollen das Sortiment erweitern. Gesund, im Preis erschwinglich und haltbar müssen die Produkte sein. Auch das Kollegium hat sich Gedanken zum Projekt gemacht. Der Pausenkaffee im Lehrerzimmer soll demnächst ein fair gehandelter Muntermacher sein.

Bürgermeister Niehoff findet diese Idee auch für die Gemeindeverwaltung denkbar. Mittelfristig stehen zwei weitere Kriterien auf dem Plan: Die feste Einbindung der Thematik in den Unterrichtsstoff und individuelle Fairtrade-Aktionen in der Schule. Alle Aktivitäten werden akribisch dokumentiert und der Kommission vorgelegt. Sind die Kriterien erfüllt, kann die Sekundarschule zur „Fairtrade-School“ ausgezeichnet werden.

Mitmachen im Schulteam kann jeder: Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich an Marina Grabo (Schul-Kiosk) wenden.

Von Sabine Sitte

Westfälische Nachrichten, 03.06.2015

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