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13.05.2015

Engagement ist wichtiger als Noten - Bewerbertraining für Neuntklässler an der Sekundarschule

Matthias Pape (l.) prüfte in fingierten Vorstellungsgesprächen, wie gut die Schüler auf ihren Traumberuf bereits vorbereitet sind. Foto: heu

Schöppingen - Schulnoten sind wichtig, aber nicht entscheidend für eine erfolgreiche Bewerbung auf eine Lehrstelle. Dies vermittelte Matthias Pape, Pressereferent der Westdeutschen Landesbausparkasse, am Dienstagmorgen den Neuntklässlern an der Sekundarschule in Schöppingen.

Was für den einen oder anderen Schüler mit schwächeren Zensuren eine frohe Botschaft gewesen sein mag, ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Denn Engagement in Form von Praktika oder Ferienjobs sowie ernsthaftes Interesse an der Arbeit in einer bestimmten Firma sind im Gegenzug ein absolutes Muss, auf das die Betriebe viel Wert legen.

Pape bereitete die Schüler im Rahmen des WN-Klasse!-Projekts gemeinsam mit LBS-Gebietsleiter Hermann Uphues auf ihre ersten Bewerbungssituationen vor. Angefangen bei Form und Inhalt von Lebenslauf und Anschreiben bis hin zum angemessenen Auftritt im Bewerbungsgespräch – der Bewerbungs­coach erklärte, worauf es ankommt und wo mögliche Fehlerquellen liegen. Zunächst schaute er sich gemeinsam mit den Neuntklässlern Positiv- wie Negativbeispiele für Anschreiben an. Pape empfahl, dieses gemeinsam mit einem guten Freund oder einer Freundin zu formulieren. Vier Augen sehen mehr Fehler als zwei.

„Der erste Eindruck ist besonders wichtig“, sagte Pape. Und Uphues ergänzte: „Als Verantwortlicher packt man die Leute danach gedanklich schon auf einen Negativ- oder Positivstapel.“ Deswegen sollen die Schüler ein professionelles Foto einkleben, sauber formatieren, auf jeglichen Schnickschnack verzichten und sich auf die wesentlichen Dinge für die Anstellung konzentrieren.

Interessante Hobbys gehörten genauso in eine Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wie vollständige Kopien von Zeugnissen und Nachweisen. „Aber ihr solltet immer bei der Wahrheit bleiben“, riet Pape. „Nicht dass ihr als Hobby Lesen angebt und nicht sagen könnt, welches Buch ihr zuletzt gelesen habt. Dann seid ihr raus.“

Vor einer Bewerbung sollten sich die Schüler das Unternehmen genauer betrachten, womöglich einfach mal vorher vorbeischauen und mit den Mitarbeitern reden. „Wer viele Fragen stellt, der zeigt Interesse. Das gefällt jedem Chef“, gab Pape den nächsten Hinweis.

Wenn die Schüler all diese Ratschläge berücksichtigen, stünde einem Vorstellungsgespräch nichts im Weg. Vor diesem dürfe man ruhig nervös sein, so Pape. „Das waren eure Lehrer auch, als sie sich an der Schule beworben haben.“ Augenkontakt, Vorwissen zur Branche und dem Unternehmen sowie der spürbare Wille, genau in jenem Beruf arbeiten zu wollen, seien wichtige Voraussetzungen für einen positiven Verlauf.

Dies probten verschiedene Schüler in fingierten Vorstellungsgesprächen. Sowohl Laurin Schwarze-Blanke als auch Jan Kogenstatt erhielten für ihren Auftritt positives Feedback.

Von Mirko Heuping

Westfälische Nachrichten, 13.05.2015

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