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Sport

Individuelle Förderung im Fach Sport

Im Fach Sport wird an der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen seit einigen Jahren eine Testung der SchülerInnen aus der Jahrgangsstufe 5 mithilfe des Motorischen Tests für Nordrhein-Westfalen durchgeführt, im Bereich Schwimmen werden die Basisqualifikationen anhand der MOBAQ-Studie (Motorische Basisqualifikationen von Kindern) überprüft.

1.    Der Motorische Test für Nordrhein-Westfalen

Durchführung des Tests

Die Grundlagen des Tests sind am Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) an der Universität Karlsruhe entwickelt und durch eine Expertengruppe den Anforderungen in Nordrhein-Westfalen angepasst worden. Der Motorische Test ist mit dem Deutschen Motorik-Test identisch, der Ende 2009 von der SMK zur Umsetzung in den Ländern empfohlen wurde.

Der Test eignet sich zur Messung des aktuellen Leistungsstandes und dient der Feststellung motorischer Stärken und Schwächen. Er erfasst die körperliche Konstitution unserer SchülerInnen sowie die fünf Dimensionen der Motorik (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit). Die verwendeten Testaufgaben sind einfach durchführbar und in der Praxis vielfach bewährt.

Das Testprofil besteht aus folgenden acht Einzelaufgaben:

  • 20-Meter-Sprint: Die Testaufgabe dient der Überprüfung der Aktionsschnelligkeit. Die SchülerInnen sprinten schnellstmöglich eine Strecke von 20 m.
  • Standweitsprung: Die Testaufgabe dient der Überprüfung der Schnellkraft/Sprungkraft bei Sprüngen. Die SchülerInnen springen mit einem Sprung aus dem Stand möglichst weit.
  • Sit Ups: Die Testaufgabe dient der Überprüfung der Kraftausdauer der Rumpfmuskulatur. Die SchülerInnen führen in 40 Sekunden so viele Sit-ups wie möglich durch.
  • Liegestütze: Die Testaufgabe überprüft die Kraftausdauer der oberen Extremitäten. Die SchülerInnen führen in 40 Sekunden so viele Liegestütze wie möglich durch.
  • Seitliches Springen: Die Testaufgabe dient der Überprüfung der Koordination unter Zeitdruck bei Sprüngen. Die SchülerInnen springen in zwei Wertungsdurchgängen à 15 Sekunden gleichzeitig mit beiden Beinen so schnell wie möglich seitlich über die Mittellinie eines markierten Feldes hin und her.
  • Balancieren rückwärts: Der Test dient der Überprüfung der Koordination bei Präzisionsaufgaben. In zwei Wertungsdurchgängen balancieren die SchülerInnen rückwärts jeweils über einen 6 cm, 4,5 cm und 3 cm breiten Balken.
  • Rumpfbeugen: Die Testaufgabe überprüft die Rumpfbeweglichkeit. Die Aufgabe besteht darin, den Oberkörper nach vorne-unten zu beugen und die Fingerspitzen möglichst weit nach unten zu führen.
  • 6-Minuten-Lauf: Die Testaufgabe überprüft die aerobe Ausdauer beim Laufen. Die SchülerInnen umlaufen ein Volleyballfeld in 6 Minuten möglichst oft.

Auswertung des Tests

Die Ergebnisse werden mithilfe eines Kontrollbogens festgehalten und von den Sportlehrkräften der jeweiligen Klassen mithilfe einer interbasierten Software ausgewertet https://nrw.motoriktest.eu/Login.aspx. Die Beurteilung der Testergebnisse erfolgt anhand repräsentativer Vergleichswerte von über 4.000 Kindern und Jugendlichen.

Zur Auswertung werden die Testergebnisse in einem ersten Schritt mit alters- und geschlechtsspezifischen Normwerten (von ++ über o bis --) verglichen. In einem zweiten Schritt wird zur weiteren Orientierung ein Gesamtwert für alle Testaufgaben berechnet, um eine differenzierte Beurteilung von Stärken und Schwächen der SchülerInnen vornehmen zu können.

Alle unsere SchülerInnen erhalten so ihr individuelles motorisches Testprofil.

Förderung der SchülerInnen

Die Ergebnisse des Motorik-Tests (Testprofile der SchülerInnen) wird dann von den Sportlehrkräften in Kooperation mit der Lerntherapeutin Frau Storp analysiert und beurteilt, welche SchülerInnen eine zusätzliche Förderung im Sportförderunterricht benötigen.

Im wöchentlichen Sport- und Schwimmunterricht wird bei der Auswahl der Angebote darauf geachtet, dass sich alle SchülerInnen sowohl regelmäßig sportlich betätigen als auch vielfältige Bewegungs- und Sporterfahrungen sammeln können.

Im wöchentlichen Sportförderunterricht erhalten dann einzelne SchülerInnen gezielte Förderung in den Bereichen mit hohem Förderbedarf sowie zusätzliche sportliche Betätigung.

Auch die Erziehungsberechtigten erhalten das Testprofil ihrer Kinder. Die Sensibilisierung der Erziehungsberechtigten  für eventuelle motorische Schwächen ihrer Kinder ist besonders wichtig. Gemeinsam kann überlegt werden, welche Möglichkeiten es im näheren Umfeld des Kindes gibt, um sportlich aktiv zu werden.

  • Bei Schwächen im Bereich der Ausdauer sollte mit hohen Umfängen und niedriger Intensität trainiert werden, um die Defizite auszugleichen. Sinnvolle Bewegungs- und Sportangeboten sind hierbei z.B. Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Inline-Skating. Auch regelmäßiges Training in einer Spielsportart kann die Ausdauer fördern.
  • Bei motorisch eher leistungsschwachen SchülerInnen können bereits Effekte erzielt werden, wenn körperliche Aktivitäten regelmäßig in den Alltag integriert werden.
  • Kraft sollte nicht isoliert trainiert werden. Sinnvoll sind beispielsweise altersgerechtes Training in einer Kampfsportart wie Judo oder Karate, aber auch Turnen oder Leichtathletik kann die körperliche Kraft fördern.
  • Zur Verbesserung der Koordination sollten Bewegungsanforderungen gewählt werden, die vielfältig sind und die SchülerInnen abwechslungsreich fordern.

Quelle: vgl. www.mfkjks.nrw.de/sport/motorischer-test/

2.    MOBAQ

Im sportlichen Inhaltsbereich Schwimmen wird an der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen zu Beginn des fünften Schuljahres eine motorische Testung mithilfe der MOBAQ-Studie durchgeführt. MOBAQ ist ein Instrument zur Überprüfung der motorischen Basisqualifikationen von Kindern im Alter zwischen 10 und 12 Jahren, das unter der Leitung von Prof. Dr. Dietrich Kurz und Dr. Thomas Fritz an der Universität Bielefeld entwickelt wurde.

Im Inhaltsbereich Schwimmen absolvieren alle SchülerInnen folgende fünf Testaufgaben, die von den jeweiligen Sportlehrkräften überprüft werden:

  1. Springen vom Startblock
  2. 25 m Schwimmen 
  3. Qualle
  4. Gleiten
  5. Slalom-Tauchen

Die Ergebnisse der SchülerInnen werden von den Sportlehrkräften in einem Testprotokoll festgehalten und können bei auftretenden motorischen Defiziten oder besonderen Stärken in den unterschiedlichen Teilbereichen zur individuellen Förderung im wöchentlichen Schwimmunterricht herangezogen werden.

S. Möller, Fachschaft Sport

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